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Betriebliche Altersvorsorge - bAV - Fragen und Antworten für Arbeitgeber

 

Ist es dem Arbeitgeber möglich, eine bAV zu vermeiden oder abzulehnen?

Grundsätzlich hat jeder Arbeitnehmer das Anrecht auf eine betriebliche Altersversorgung. Der Arbeitgeber kann diese nicht verweigern. Allerdings ist er nicht dazu verpflichtet, sich an den Beiträgen für die bAV zu beteiligen. In der Regel entstehen jedoch sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber Vorteile durch eine solche Absicherung der Altersbezüge. Bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze können jährlich in die betriebliche Altersversorgung fließen, ohne dass dieses Geld sozialabgabenpflichtig ist. Das bedeutet aber auch, dass es sich um eine so genannte Entgeltumwandlung handeln muss. Dabei verzichtet der Arbeitnehmer auf die Auszahlung eines Teils seines Entgelts. Meist handelt es sich hierbei um Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, die umgewandelt werden.

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Zu dieser Entgeltumwandlung ist jeder Arbeitgeber auf Wunsch des Arbeitnehmers verpflichtet. Er kann sie also nicht vermeiden. Einzige Ausnahme ist, dass im Tarifvertrag eine andere Form der bAV vereinbart wurde. In diesem Fall wird man dem Tarifvertrag folgen. Grundsätzlich können zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber aber durchaus verschiedene Möglichkeiten für die bAV vereinbart werden. Diese werden als Durchführungswege bezeichnet.

Die bekanntesten und bei weitem am häufigsten eingesetzten Durchführungswege sind hierbei die Direktzusage, die Unterstützungskassen, die Pensionskasse, der Pensionsfonds und die Direktversicherung. Jede Art der bAV bietet dabei ihre ganz eigenen und individuellen Vor- und Nachteile. Grundsätzlich überwiegen jedoch die Vorteile für beide Seiten, also Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Der Arbeitgeber handelt in diesem Fall der betrieblichen Altersversorgung als Treuhänder für das Geld des Arbeitnehmers. In einigen Durchführungswegen kann auf ihn gar eine Nachschusspflicht zukommen, dies ist allerdings nur selten der Fall.

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