Europa kontra betriebliche Altersvorsorge

Geschrieben von am 21. März 2012

In Europa gibt es offenbar Pläne, die betriebliche Altersvorsorge anzugehen. Eigentlich ist das Ziel, die Verbraucher besser zu schützen. In der Realität sieht es aber so aus, dass dadurch schwere Zeiten auf die betriebliche Altersvorsorge zukämen.

Insgesamt 12 Millionen Deutsche haben sich mittlerweile dafür entschieden, einen Teil ihres Lohns bzw. Gehalts in die betriebliche Altersvorsorge zu investieren. Das ist in den meisten Fällen lukrativ und Bestandteil der eigenen Altersabsicherung. Die EU-Kommission plant, die Eigenkapitalvorschriften für die Pensionskassen zu ändern. Damit wären die Pensionskassen den Versicherungsgesellschaften gleichgestellt. Ziel dieser Verschärfung ist es, die privaten Anleger in einer Finanzkrise zu schützen. Konkret allerdings müssten die Pensionskassen ihr Eigenkapital beträchtlich aufstocken und das, obwohl in Deutschland die Pensionskassen bereits abgesichert sind. Denn es gibt zum Beispiel den Pensions-Sicherungs-Verein, der im Falle einer Insolvenz des Unternehmens in die Zahlung der Renten eintritt.

Für die Pensionskassen und Pensionsfonds würden die Kosten extrem steigen. Allein das Eigenkapital müsste in manchen Fällen verachtfacht werden. Der Branchenverband Aba wehrt sich gegen die Pläne, denn die Zusatzkosten werden mit 45 Milliarden Euro beziffert. Auch der Rentenexperte Jochen Pimpertz vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln geht davon aus, dass viele Firmen dieses Kapital nicht aufbringen können und sich tendenziell aus der Betriebsrente wieder zurückziehen. Das wäre natürlich kontraproduktiv. Aber auch aus Regierungskreisen gibt es schon Widerstand gegen die Pläne der EU. Der Ausgang ist abzuwarten.

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