Betriebliche Altersvorsorge und Beiträge zur Versicherung

Geschrieben von am 7. März 2011

Seit einer Krankenversicherungsreform im Januar 2004 sind auch Einmalzahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge in voller Höhe beitragspflichtig zur Krankenversicherung.

Man entschied damals, die Belastung in der Form anzugleichen, dass die Beträge über 120 Monate hinweg gezahlt werden durften. Dabei spielen aber auch Beitragserhöhungen der Krankenkassen unter Umständen noch eine Rolle. Es ist daher durchaus sinnvoll, die Einmalzahlung aus der betrieblichen Altersvorsorge auch einmalig mit einer Krankenkassenforderung zu belasten.

Auch die betriebliche Altersvorsorge, die in Form einer Betriebsrente ausgezahlt wird, ist davon betroffen. Beiträge werden auch hier fällig. Von dieser Novellierung war man 2004 ziemlich überrascht worden. Der BGH entschied hier viele Male gegen die Versicherten, eine Entscheidung für die Betroffenen gab es aber auch endlich im September 2010. Dann nämlich, wenn die betriebliche Altersvorsorge als Direktversicherung geführt wird und privat Beiträge eingezahlt werden, dann dürfen diese Anteile nicht mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belastet werden (Az. 1 BvR 1660/08). Vorsicht ist aber auch hier geboten: In der Zeit der Einzahlung privater Beiträge muss der Versicherungsschein auch auf den Versicherungsnehmer ausgestellt sein. Ansonsten werden die Beiträge doch wieder fällig.

Übrigens müssen betroffene Personen ihre Krankenversicherung anschreiben und die Beiträge zurückfordern. Denn die Krankenversicherungen werden sich nicht freiwillig melden.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/ian-susanne-meunier-ifinanztest-stiftung-warentest/3921046.html


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